Rücktritt von Sabahattin Türkyilmaz

FDP: Trotz Imam-Rücktritts bleiben viele Fragen offen

Frankfurt/Main, 22.02.2010 — Ausgesprochen positiv reagierte Stefan von Wangenheim, der integrationspolitische Sprecher der FDP-Römerfraktion, auf den Rücktritt des Imams Sabahattin Türkyilmaz. „Das war die einzig richtige Konsequenz aus den Vorfällen. Es ist allerdings mehr als befremdlich, dass Türkyilmaz nun von einer hasserfüllten Schmutzkampagne gegen sich und seine Gemeinde spricht und sich damit zum Opfer stilisieren will. Hier werden die Tatsachen auf den Kopf gestellt“, so von Wangenheim. Es bleibe ein sehr fader Beigeschmack, da der Imam nur aufgrund des öffentlichen Drucks, aber nicht aus Einsicht zurückgetreten sei. So erkenne er das Existenzrecht Israels nach wie vor nicht an. „Auch seine Aussage, dass ihm die Hazrat-Fatima-Gemeinde ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen habe, ist unglaublich. Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann ist das Problem mit dem Rücktritt des Imams längst nicht gelöst“, betont von Wangenheim.

Er erwarte von der Gemeinde endlich eine eindeutige und unmissverständliche Distanzierung von den inakzeptablen Äußerungen. Die von der FDP-Fraktion geforderte vorbehaltlose, vollumfängliche Aufarbeitung der Vorgänge habe bis jetzt nicht stattgefunden. „Ursprünglich wollte die Gemeinde bereits letzten Mittwoch eine Stellungnahme abgeben. Dieser Termin wurde nun zweimal verschoben. Ich frage mich, wie schwer es ist, sich von Parolen wie ’Tod, Tod Israel’ zu distanzieren. Ich verstehe da den Beratungsbedarf der Gemeinde nicht“, so von Wangenheim. Die FDP wolle den konstruktiven Dialog mit dem Islam vorantreiben. Gerade deshalb sei es wichtig, dass sich die Gemeinde endlich entschieden von den unerträglichen Äußerungen des Herrn Türkyilmaz distanziert. „Den Bemühungen um eine sachliche Debatte zur Integration von Muslimen hat der Imam jedenfalls einen Bärendienst erwiesen“, konstatiert von Wangenheim.


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