Frankfurt liest ein Buch
(Goldstein) Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Frankfurt liest ein Buch” haben auch Jugendliche der Carl-von-Weinberg-Schule das neu aufgelegte Buch des Frankfurter Verlegers Klaus Schöffling “Kaiserhofstraße 12″ von Valentin Senger gelesen und zum Thema das Schaufenster der Buchhandlung Waide gestaltet. Senger wurde 1918 mit russisch jüdischer Herkunft geboren und lebte während des Nationalsozialismus in Frankfurt am Main. Um unentdeckt zu bleiben, änderte er seinen Namen und konnte mit viel Glück und oftmals kleinen Gesten seiner Mitmenschen überleben. 1997 starb Valentin Senger. “Das Buch “Kaiserhofstraße 12″ ist sehr interessant, um zu erfahren, was während des Nationalsozialismus vor sich ging und wie offen wir heute leben können” meinen die 25 Schüler der Klasse 10Gb der Carl-von-Weinberg-Schule bei ihrer Präsentation für 10 Klassen der Jahrgangsstufen 5 – 9 . Zuvor hatten sie die Lesung mit den jeweiligen Klassenlehrerinnen Ammer und Koeppen-Castrop und Klassenlehrer Thierolf und Daxer sowie Schulleiter Waltemathe beraten, dabei Texte ausgewählt und das Vorlesen an sie delegiert. “Jeder hat für sich das Buch gelesen und wir haben im Kunstunterricht selbst Flyer hergestellt, um unsere Vorleseveranstaltung zur “Kaiserhofstraße 12″ vorzubereiten” erzählt Sarpreet (16). Am Veranstaltungstag selbst haben jeweils fünf der Zehntklässler die einführenden Worte zum Leben Valentin Sengers übernommen und vor jeweils zwei Klassen gesprochen. “Das war sehr aufregend und eine tolle neue Erfahrung” freut sich Chakir (16) und Naouar (16) ergänzt: “Wir haben mitgefiebert, wie es ist, sich nicht zu dem zu bekennen, was man eigentlich ist”. “Die Autobiografie macht das Buch lebendig, zudem spielt die Geschichte in Frankfurt, was alles sehr anschaulich macht” erklärt Gisela Bethe-Rutz, Klassenlehrerin der Klasse 10 Gb und fügt hinzu: “Es ist eine ganz neue Erfahrung, die nachhaltigen Eindruck machen wird”.



Mon, Jun 28, 2010
Lokales, Veranstaltungen