Neue A5-Abfahrt – gepresst in Straßburger Straße

Mon, Jun 28, 2010

Lokales, Service

Neue A5-Abfahrt – gepresst in Straßburger Straße

Neue A5-Abfahrt – gepresst in Straßburger Straße

(Goldstein/Niederrad)  Nun ist es raus! Die Autobahnabfahrt der A 5 in Richtung Süden, die schon seit Jahrzehnten zur Vervollständigung des Anschlusses in Niederrad fehlte, soll voraussichtlich ab der 1. Jahreshälfte 2012 zur Verfügung stehen und in die Straßburger Straße münden.

Dazu wird in unmittelbarer Nähe der Goldsteiner Sportplätze ein Damm aufgeschüttet, der den Verkehr von der Autobahn ausleitet und zwar so, dass die Straßenbahnschienen der Linie 12 zu kreuzen sind. (siehe Foto) In zwei Linksabbiegerspuren fahren PKW und LKW dann ausschließlich in Richtung Bürostadt Niederrad – mit Verbot der Durchfahrt in Richtung Goldstein. Dabei werden nach Unterqueren der Autobahnbrücke erneut die Straßenbahnschienen gekreuzt, bevor der Verkehr nach links, vor dem Nestlé-Haus durch die Lyoner Straße die Uferstraße erreichen wird. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der CDU Niederrad stellte der verkehrspolitische Sprecher der CDU Fraktion und Stadtverordnete Helmut Heuser die Pläne zur längst überfälligen Abfahrt vor. Das Interesse der Bürger aus Niederrad, Goldstein und angrenzenden Stadtteilen war sehr groß; fast 100 Menschen füllten das Bürgerhaus im Mainfeld am 3. Mai 2010 und äußerten ihre Fragen und Bedenken zum geplanten Neubau. Gerade von Berufstätigen der Bürostadt Niederrad und den dort ansässigen Firmenvertretern war bereits in den 70er Jahren dieser BAB-Anschluss gefordert worden. Die Planungen waren seit dieser Zeit auf der Tagesordnung. Ursprünglich sei zur Komplettierung des halben Autobahnknotens auf der südlichen Mainseite eine weitere Brücke geplant gewesen, die jedoch aus Kostengründen nicht verwirklicht wurde. “Gebaut wurde dann die Auffahrt nach Norden auf der Niederräder Seite; die Abfahrt nach Süden sollte im Anschluss daran ergänzt werden und wie ein Ohr auf die Frankenfurt führen” erklärt Heuser. Das habe zu enormen Widerständen bei den Goldsteiner Anwohnern geführt, so dass der geplante Bau im laufenden Planfestungsverfahren 1997 gestoppt wurde. Eine erhebliche Verzögerung des Bauvorhabens war die Folge. Der nun vorgestellte Plan auf die Straßburger Straße aus 2003, warf bei den Interessierten u.a. Fragen auf wie: Bleiben Rad- und Gehweg am Waldrand bestehen? Wie wird verhindert, dass PKW durch die Adolf-Miersch-Straße oder in die andere Richtung nach Goldstein fahren? Was ist mit den Kleingärten und wie sieht es mit dem Lärmschutz aus? Heuser betonte, dass der Verkehr der Bürostadt neu geordnet werden müsse. Durch eine entsprechende Verkehrsführung werde vor Vollendung des Baus sichergestellt, dass kein Durchgangsverkehr zur City durch die Miersch-Straße geht. Ebenfalls werde es ein Verbot des Rechtsabbiegens in Richtung Goldstein geben. Für die Abfahrt muss es einen “leistungsfähigen Linksabbieger über die Gleise geben mit bevorteilter Grünphase”, um Staus zu vermeiden, führte der verkehrspolitische Sprecher aus. Der Fuß- und Radweg bleibe erhalten, auch die Kleingärten würden von der Baumaßnahme nicht tangiert, so Heuser. Bei den Lärmschutzmaßnahmen gehe der Stadtverordnete davon aus, dass die aktuellen modernen Auflagen des Bundes zum Tragen kommen. Die BAB-Abfahrt wird voraussichtlich 960.000 Euro kosten; 70 % finanziert der Bund, 30 % die Stadt Frankfurt, wobei diese für ihren Anteil Fördermittel beantragen kann. Im März/April 2011 soll der Bau unter der Leitung des Hessischen Amtes für Straßenverkehrswesen beginnen. Es ist mit einer Bauzeit von ca. 1 Jahr zu rechnen. Interessant sind in diesem Zusammenhang ebenfalls die Planungen für das Projekt “Leben und Wohnen” in der Bürostadt. Etwa 3.000 Menschen sollen an ihrem Arbeitsplatz auch wohnen und dadurch möglichst wenig Verkehr produzieren. Doch ist dieses geplante Wohnprojekt auch mit der Abfahrt in unmittelbarer Nähe noch attraktiv? Auch für die Veränderungen und die Entwicklung des Wohngebiets Im Mainfeld war die Bürostadt als alternatives Wohngebiet schon im Gespräch.

Lärmschutz für neu geplante A5-Abfahrt in Goldstein

Ortsbeiratsmitglied Michael Wanka gibt den Standpunkt der SPD Fraktion wie folgt kund: Der Baubeginn war in einer offiziellen Stellungnahme des Magistrats der Stadt Frankfurt bereits für Dezember 2009 angekündigt und verschiebt sich nun um mehr als ein Jahr nach hinten. Dennoch sind wir als SPD für die Abfahrt, da unsere jahrelange Forderung erfüllt wird: Keine legale Abbiegemöglichkeit, damit kein Mehrverkehr durch Goldstein entsteht! Unser Hauptaugenmerk wird jetzt darauf liegen, dass der Lärmschutz, vor allem in der Nahtstelle zur “alten” Lärmwand, sinnvoll umgesetzt wird, so dass keine neue Lärmquelle für die Anwohner entsteht. Leider war es in diesem Zusammenhang nicht möglich, eine neue Lärmschutzwand von der Autobahnbrücke bis in den Stadtwald für Goldstein durchzusetzen. Deshalb ist es wichtig, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger bei dem, vom Regierungspräsidium vorgelegten Lärmaktionsplan beteiligt haben. Dank, ist in diesem Zusammenhang dem Vereinsring Goldstein, den Vereinen und vor allem dem Siedlerbund Goldstein zu sagen, dass sie sich darum bemüht haben, innerhalb kurzer Zeit, so viele Goldsteinerinnen und Goldsteiner wie möglich zum Mitmachen zu gewinnen. (red)

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