Der Frosch hat ordentlich gerockt
Ein sprudelnder Brunnen, Kaffeehausmusik und jung Musikbands
ZEILSHEIM (ir) Auch in diesem Jahr sprudelte der Frosch an der Welschgrabenstraße, der Namenspatron von Zeilsheims `Nationalfest`. Das Zeilsheimer Froschbrunnenfest genießt inzwischen Kultstatus und ist seit nunmehr über zwei Jahrzehnten fester Bestandteil im stets gutgefüllten Veranstaltungskalender des örtlichen Vereinsrings. Der Besuch des Froschbrunnenfestes glich auch in diesem Jahr wieder einer fröhlichen Landpartie. Denn der idyllische Fest-Platz mitten im Grünen, abseits der hektischen Großstadt, versetzte die Gäste in gemütliche Feierlaune. An den Schlemmerständen, die von tüchtigen Vereinsmitgliedern aufgebaut und betreut wurden, gab es Kulinarisches von süß bis sauer und auch Deftiges vom Grill. Und im Feuerwehrhaus und drumherum wurde ebenfalls fröhlich gefeiert. Mit stimmungsvollen Melodien zum Mitsingen oder –summen unterhielt Heinz-Otto Sperzel mit seinem singenden Saxophon. Viel Zuspruch erhielt er für seine Begleit-Musik, die den Kontrast zum Rockfestival bilden sollte.
“Rock den Frosch“
„In diesem Jahr wird einiges anders“, hatte Zeilsheims Vereinsringvorsitzender Bernd Bauschmann bei der Vorstellung der Festdetails angekündigt. Und so war es denn auch. Unter dem Motto „Rock den Frosch“ demonstrierten ab 18 Uhr fünf Nachwuchsbands ihre Künste. Auf einer Bühne am Steinkopfweg griffen sie zur E-Gitarre und zum Schlagzeug, und nicht nur die Jugend war begeistert. „Ein Kompromiss, um das traditionelle Ziel nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, erläuterte Bauschmann. “Beim Froschbrunnenfest trifft sich jung und alt und erzählt, was es Neues im Ort gibt.” Verantwortlich für das neue Projekt war Kevin Bornath, der hofft, damit junge Menschen für das Straßenfest zu begeistern. „Ohne solche Feste wäre Zeilsheim eine langweilige Schlafstadt.“ Und der neue Vereinsring-Geschäftsführer ist sich sicher, dass der Spagat gelingt. Der Zuspruch gab den Verantwortlichen recht. Viele neue Gesichter waren auf dem Fest zu sehen und auf der Festmeile war es erstmals wieder richtig voll. Der Wunsch des Vereinsrings, mit dem Froschbrunnenfest eine Möglichkeit zu schaffen, bestehende Kontakte zu vertiefen oder neue zu knüpfen, hat sich auch in diesem Jahr auf ideale Weise erfüllt und wurde mit dem Auftritt der Rockbands auch noch für die Jugend erweitert. Den Auftakt bildete die Gruppe Mirror-X, die aus über 150 Bewerbungen für den Auftritt vom Vereinsring Zeilsheim ausgewählt wurde. Die Band von Kevin Bornath, Freibier, sorgte für eine ausverkaufte Straße und eine gute Stimmung. Es spielten noch Unrequested und Icore, bevor Triacle mit dem Zeilsheimer Fotografen Thomas Cheney das Rockfestival beendeten. Die gute Vorbereitung hat sich gelohnt, sagte Bauschmann am Abend. Durch die geschickte Wahl der Bühne war nur bis zum Stand der Radfahrer die Musik zu hören. Die Kleintierzüchter bekamen von der Musik gar nichts mit. Ob es an der Entfernung zur Bühne oder dem Andrang am Grill lag, konnte nicht festgestellt werden.



Wed, Jun 30, 2010
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