Thalia Zeilsheim – Absolute Chorpower

-red- Ein schier begeistertes Publikum und eine wunderbare musikalische Freundschaft – so könnte man die Veranstaltung vom Sonntag, den 19. September in der Stadthalle Zeilsheim mit nur wenigen Worten beschreiben.

Denn jedem Fan der über Jahrzehnte modern gebliebenen Musik von Udo Jürgens, berührte dieses Konzert unter dem Motto „Aber bitte mit Sahne“ (nach einer Idee von Heinz Marosch) das Herz. Das Bühnenbild war entsprechend dem Thema angepasst: Im Hintergrund große Buttons mit dem Schriftzug „Thalia: Udo Jürgens – Revue“, eine Leinwand, die mit passenden Bildern gefüttert wurde.

Auf der Bühne silbern glitzernde Vorhänge zwischen den Chor-Podesten. Im Vordergrund zwei Spielflächen im Ambiente eines Cafes und einer Ebbelwoi-Wirtschaft. Nachdem das Licht ausgegangen war, begann mit einer sphärischen Anmoderation die große Thalia-Show. Dabei entwickelte sich eine biografische Revue um das Lebenswerk von Udo Jürgens, mit vielen Superhits, die jeder von 9 bis 99 Jahren mitsingen konnte. Es war wirklich herzerfrischend, den zahlreichen Sketchen mit vielen gut gesetzten komischen Einwürfen zu folgen, die fast immer die Einleitungen zu den einzelnen Liedern zündeten.

So nahm das Publikum recht schnell Stimmung auf, was sich durch freudig rhythmisches Klatschen äußerte. Die musikalische Revue begann mit „Griechischer Wein“. Einem großen Hit, der 1974 das Leben der griechischen Gastarbeiter in Deutschland sehr emotionell ausgedrückt hatte. Das Lied wurde in Griechenland zu einer Art Volkslied. Auch Bing Crosby und Al Martino nahmen es unter dem Titel „Come Share the Wine“ auf – und hatten damit ebenfalls großen Erfolg.

Eine ganz spezielle Fassung hatte der Thalia-Chor vorbereitet, mit der er das Publikum im zweiten Vers ins „Ebbelwoi-Paradies“ Sachsenhausen entführte. Chorleiter Heinz Marosch brillierte neben seiner moderierenden Funktion auch durch einige solistische Beiträge. Sein favorisiertes Lied, „Ich war noch niemals in New York“, sang er stimmungsvoll vom Barhocker aus – und dirigiert dazu noch souverän den gut aufgelegten Chor, der übrigens auch bei den Titeln „Mit 66 Jahren“ (mit Solisten aus den eigenen Reihen) und „17 Jahr, blondes Haar“ zu begeistern wusste.

In professionelle Gefilde gesteigert wurde die Veranstaltung durch die witzigen Highlights der drei Star-Humoristen vom Hessischen Rundfunk. Manfred Haar, Conferencier und Karnevalist alter Schule, bestach durch seinen geschliffenen Witz bei der Schilderung seines Besuches in der Oper, obwohl er ursprünglich in ein Udo-Jürgens-Konzert wollte. Köstlich auch seine gelungene Überleitung zum Titelsong der Veranstaltung: „Aber bitte mit Sahne“, der mit großen Sahnetorten von 5 Solistinnen aus den eigenen Reihen, gekonnt in Szene gesetzt war. Auch nach der Pause bot die Thalia ein regelrechtes Hit-Feuerwerk! Zum Beispiel begeisterte Chor & Solistin Kerstin Erz, flankiert von „Zeilsheimer Kindern“ mit dem Highlight „Zeig mir den Platz an der Sonne“, das Udo Jürgens 1971 zum ersten Mal für die ARD-Fernsehlotterie sang. Gleichermaßen gut wurden die Songs „Immer wieder geht die Sonne auf“, „Ein ehrenwertes Haus“ und „Anuschka“ aufgenommen.

Besondere Farbtupfer im Programm setzte die Tanzgruppe „Unic“ von der T.G. Zeilsheim, unter der Leitung von Nancy Olbrich, mit den getanzten Udo-Hits: „Paris, einfach nur so zum Spaß“ und „Mathilda“. Titel die zusätzlich vom Chor gesanglich verziert wurden. Zwei weitere Höhepunkte der Revue waren die Solo-Auftritte von Corinna Kuhn und Karl Oertl .Corinna Kuhn ist bekannt als „Tolle Dolle“ aus der Fernsehsendung „Hessen lacht zur Fassenacht“. Das staunende Publikum erlebte sie auf der Bühne in einer völlig neuen Art, als „Der Clown Peppino“. In dieser nachdenklichen Rolle beschrieb sie in Wort und Musik das Auf und Ab im Leben eines Clowns.

Mit dem Udo Jürgens-Titel „Mein Freund der Clown“ eröffnete sie ihre Mini-Show und zog dabei nicht nur die gebannten Blicke der „Thalia-Kinder“ auf sich, sondern auch viel Beifall für die lyrischen Worte und ein zauberhaftes Trompeten-Solo. Karl Oertl dagegen bestach durch seinen souveränen Witz und seine besondere Ausstrahlung. Bekannt als langjähriger Sitzungspräsident der vom Hessischen Rundfunk produzierten Fernsehsendung „Hessen lacht zur Fassenacht“, ist er nicht nur Oberhessisches Urgestein, sondern ein wirklicher Star-Humorist bei dessen Witz kein Auge trocken bleibt.

All diese abwechslungsreichen Gesangs- Humor – und Tanzdarbietungen wurden zum Finale der Show mit einem tosenden, nicht endenden Beifall und Zugaberufen von einem überaus begeisterten Publikum belohnt. Das Fazit dieser Veranstaltung,: Die Thalia mit ihrem Dirigenten Heinz Marosch war unglaublich motiviert, dabei locker und fröhlich. Die Fans ausgelassen, jubelnd und nimmersatt wollten ihren Chor nicht gehen lassen – und der Chor hatte sichtlich Freude daran. Der Beifall riß nicht ab und das Publikum forderte sich nochmals eine Zugabe. Heinz Marosch ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen und erfüllte, mit seiner Enkel-Tochter Leticia auf dem Arm, gerne diesen Wunsch in Form einer „Hymne an die Zukunft“ mit dem Titel „Ihr von morgen“, die Udo Jürgens 1985 veröffentlicht hatte. Ein deutlicher Spiegel der Veranstaltung waren die Stimmen aus dem Publikum: „Es war einfach großartig, mich hat es total umgehauen. Eine fantastische Show!“ „Schauen Sie in die Gesichter. – Ich habe mich köstlich amüsiert!“. „Eine geniale Udo Jürgens-Revue für jung und alt.“ „Das war absolute Chor-Power, frisch und voll Energie.“ „Eine der besten Thalia-Shows, die ich je gesehen habe.“ „Das war ein Riesenerfolg!“.


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