Stadtkämmerer Uwe Becker begrüßt Bergens neue Stadtschreiberin Dea Loher

Stadtkämmerer Uwe Becker begrüßt Bergens neue Stadtschreiberin Dea Loher

(pia) Am Freitag, 29. August, hat Stadtkämmerer Uwe Becker die neue Stadtschreiberin von Bergen begrüßt. Dea Loher ist die 41. Amtsinhaberin und folgt auf Angelika Klüssendorf. „Mit Dea Loher hat Frankfurt und insbesondere Bergen-Enkheim eine bedeutende Protagonistin des zeitgenössischen deutschsprachigen Theaters als Stadtschreiberin gewonnen. Ich wünsche ihr eine ereignisreiche und inspirierende Zeit in unserem schönen Stadtteil Bergen-Enkheim. Eine Zeit, die ihr immer besonders in Erinnerung bleiben und die, so hoffe ich ganz bescheiden, ihr literarisches Wirken prägen wird. Ich hoffe auch, dass sie bei den Menschen die Begeisterung für Literatur wecken oder verstärken und sie durch ihr Werk zum Nachdenken anregen wird“, sagte Becker.

Die Dramatikerin und Prosaautorin Dea Loher wurde am 20. April 1964 im oberbayerischen Traunstein geboren, studierte Germanistik und Philosophie und lebt heute in Berlin. Bekannt wurde sie mit den Inszenierungen ihrer Theaterstücke, darunter „Tätowierungen“ (1992), „Unschuld“ (2003) und „Am schwarzen See“ (2012). Loher reiht sich ein in eine Liste von Stadtschreibern, bestehend aus Autoren von herausragender Bedeutung für die deutschsprachige Literatur, darunter Eva Demski, Robert Gernhardt, Wolfgang Koeppen, Herta Müller und Peter Härtling.

Der Stadtschreiberpreis der ehemals selbstständigen Stadt Bergen-Enkheim, seit 1977 nach Frankfurt eingemeindet, wurde 1974 erstmals vergeben und war der erste im deutschsprachigen Raum. Mittlerweile hat diese Idee Schule gemacht und ist von vielen anderen Städten in Deutschland aufgegriffen worden. „Das ist ein großes Kompliment für Bergen-Enkheim und für Frankfurt. Mit dem Stadtschreiberpreis hat die ehemals selbstständige Stadt Bergen-Enkheim eine Vorreiterrolle eingenommen indem sie etwas damals Einzigartiges und Neues im deutschsprachigen Raum geschaffen hat. Inzwischen hat der Preis viele Nachahmer gefunden – was umso mehr verdeutlicht, wie bedeutend diese Preisverleihung doch ist“, betonte Becker.

Der Erfinder des Stadtschreiberamtes war der Schriftsteller Franz Joseph Schneider, Bergen-Enkheimer Bürger und Gründungsmitglied der legendären „Gruppe 47“, bestehend aus jungen Schriftstellern. Mit dem Stadtschreiberamt sollten freie Schriftsteller die Möglichkeit erhalten, ein Jahr lang finanziell sorgenfrei zu leben. Der Preis beinhaltet die Überlassung des Häuschens „An der Oberpforte 4“ für ein Jahr sowie ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.

Verliehen wird der Stadtschreiberpreis vom Ortsbeirat Bergen-Enkheim und der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim, an der die Stadt Frankfurt zu 60 Prozent beteiligt ist. Im Jahr 2013 hat die Stadt Zuschussmittel in Höhe von 60.000 Euro in die Kapitalrücklage eingestellt. „Ich freue mich sehr, dass diese wirklich herausragende Tradition des Stadtschreiberamtes noch immer fortbesteht und gepflegt wird. Dies ist vor allem dem Engagement der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim, wie auch der Jury, die in jedem Jahr eine schwere Entscheidung zu treffen hat, zu verdanken“, sagte Becker.


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