Zoo trauert um Giraffe Edita

(pia) Am 22. Juni musste sich der Zoo von Netzgiraffe Edita verabschieden. Sie hatte sich eine schwere Verletzung im Mund zugezogen und musste unter Narkose medizinisch untersucht werden. Das geschwächte Tier verstarb während der Behandlung.
Schon einige Tage zuvor war aufgefallen, dass die 17-jährige Edita eine Schwellung im unteren Gesichtsbereich hatte. Sie kam sofort in tierärztliche Behandlung. „Wildtiere verstecken Schmerzen und Krankheiten, denn im Freiland werden verletzte Tiere schnell Opfer von Feinden – eine Strategie, die im Freiland hilft, bei kranken Tieren im Zoo eine Behandlung aber kompliziert macht“, erklärt Zoodirektor Manfred Niekisch. Zwar sind durch gezieltes Training äußere Untersuchungen bei Zootieren ohne Narkose möglich, um ein Tier aber näher zu untersuchen, ist eine Betäubung nicht zu umgehen. „Bei Giraffen ist eine Narkose das letzte Mittel der Wahl, denn bedingt durch den langen Hals haben die Tiere einen äußerst empfindlichen Kreislauf und eine Vollnarkose stellt stets ein sehr hohes Risiko dar“, so Niekisch. Da sich trotz intensiver Behandlung keine Besserung einstellte, entschieden die Tierärztinnen gemeinsam mit der Zooleitung dennoch, Edita am Montag dieser Woche in Narkose zu legen. Dabei zeigte sich, dass die Giraffe eine sehr schwere Entzündung im Mund- und Halsbereich hatte, die Zunge war in Mitleidenschaft gezogen und der Mund- und Rachenraum vereitert. Die Entzündung stammt vermutlich von einer inneren Verletzung. „Wie sich die Giraffe diese Wunde zugezogen hat, ist bislang völlig unklar. Von der pathologischen Untersuchung am Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) erwarten wir in den nächsten Tagen genauere Klärung. Fest steht aber schon jetzt, dass Operationen das Tier nicht hätten retten können“, sagt Niekisch.
Edita verstarb während der Untersuchung, wahrscheinlich an Herzversagen. „Wir sind sehr betroffen von dieser Entwicklung und auch unsere Zoobesucher werden Edita vermissen“, so Niekisch. Der Tierkörper wird nach der Untersuchung wissenschaftlichen Zwecken zugeführt.

Edita wurde 1998 im Zoo Frankfurt geboren und hatte mehrmals Nachwuchs.


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