Schmuckstück ist aufpoliert

Zur Schwanheimer Kerb hat der Heimat- und Geschichtsverein seine Toren nach der über einjährigen Renovierungsphase wieder geöffnet
(Schwanheim) bvö Mehr als ein Jahr stand eines der schönsten Gebäude Schwanheims im Gerüst. Jetzt sind die umfassenden Sanierungsarbeiten nahezu abgeschlossen. Der Sockel ist inzwischen auch gestrichen und das restaurierte historische Hoftor mit goldenen Spitzen schmückt jetzt die Alt Schwanheim. Im Innern des Hauses gilt es noch einige Putzarbeiten zu erledigen, insbesondere die Fenster sind noch nicht gereinigt. Im Außenbereich sollen von Seiten des Grünflächenamtes ebenfalls noch einige Arbeiten erledigt werden. Aber, das ist nur noch der letzte Schliff. „Alle Sanierungsarbeiten waren vernünftig und wir können als Schwanheimer stolz sein auf das Wilhelm-Kobelt-Haus und dankbar, dass wir es wieder nutzen können“ betont Hermann Klimroth, Stadtbezirksvorsteher von Schwanheim und 2. Kassierer des Heimat- und Geschichtsvereins Schwanheim (HGS). Die Maßnahmen der Sanierung waren umfassend, u.a. Austausch aller Gaswand-Einzelöfen gegen eine Gaszentralheizungsanlage, Modernisierung der gesamten Elektrik, Erneuerung einzelner veralteter WC-Anlagen, Einbau einer Heiztechnikzentrale nach Brandschutztechnischen Richtlinien sowie Wärmedämmung bei den Fenstern. „Mit allem liegen wir nach Abschluss der Arbeiten mit den veranschlagten 820.000 Euro völlig im Kostenrahmen“ stellt Alfred Gangel, Leiter des Liegenschaftsamtes fest. „Die Außenfassade konnte aus Denkmalschutzbelangen keine Wärmdämmung erhalten und musste unberührt bleiben“ erläutert er. Dem, während der Bauphase vom SPD-Ortsbeirat eingereichte Antrag zur Barrierefreiheit im Wilhelm-Kobelt-Haus wird in Kürze durch eine Rampe im Hof des Gebäudes Rechnung getragen. „Zuvor wird die Hofanlage durch das Grünflächenamt fertiggestellt“ erläutert Gangel, „ein interner Aufzug wird außerdem den Zugang in den 1. Stock der Bibliothek ermöglichen“ fügt er hinzu. Auch Hans Jürgen Pritzl, Leiter des Hochbauamtes sieht das Sanierungsprojekt Wilhelm-Kobelt-Haus sowohl zeit- als auch kostenmäßig voll erfüllt. „Die Bauarbeiten waren nicht immer einfach und den Nutzern gebührt ein großes Lob für ihr Verständnis“ hebt er hervor. „Auch die Uhr wurde repariert und ist mit einem neuen Uhrwerk ausgestattet worden“ berichtet er erfreut. Neben der Stadtteilbibliothek und dem Heimat- und Geschichtsverein (HGS), nutzen das Schmuckstück Schwanheims ebenfalls der VdK, die Schienenverkehrsfreunde, der Vereinsring Schwanheim sowie die Schwanheimer Sozialbezirksvorsteherin Susan Spencer und der Stadtbezirksvorsteher Hermann Klimroth. Letztgenannter hat zusammen mit Ernst Leißner, engagiertes Mitglied des HGS, intensiv die Baustelle begleitet und aus Interesse an der Sache in gutem Austausch mit den Handwerksfirmen gestanden. „Das war gerade während der kalten Wintermonate sehr wichtig, sonst hätte das Gebäude Schaden gelitten“ erklärt Klimroth. Inwieweit der Ortsgerichtsvorsteher Hans Spang das Büro im Wilhelm-Kobelt-Haus wieder beziehen wird, ist noch offen. Derzeit gelten die Sprechstunden jeweils mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr in Nied im Bürgerhaus, auch für die Schwanheimer und Goldsteiner Bürger.
Bildunterschrift
Die umfassende Sanierung des Wilhelm-Kobelt-Hauses ist nahezu abgeschlossen. Die Uhren gehen in Schwanheim wieder richtig! Auf dem Türmchen der ehemaligen Schule wurde ein neues Uhrwerk eingebaut. Foto: Völker


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