70 Jahre nach Hiroshima – Mahnung und Gedenken

70 Jahre nach Hiroshima – Mahnung und Gedenken

Ausstellung und Veranstaltungsreihe im Haus am Dom

FRANKFURT.- Mit einer Ausstellung und einer Veranstaltungsreihe zum 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki warnen die „Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW)“ vor den Gesundheits- und Umweltfolgen der „Nuklearen Kette“ für die ganze Menschheit. Die Ausstellung im Haus am Dom, Domplatz 3, wird am Mittwoch, 8. Juli, um 18.30 Uhr eröffnet. Bis zum 9. August ist sie täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr zu sehen, bei Abendveranstaltungen bis 21.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung zeigt auf 50 Tafeln Orte des Uran-Bergbaus, die Gefahren für die dort ansässige Bevölkerung, die Entwicklung der Kernkraftwerke mit häufigen Zwischenfällen, nukleare Großunfälle und Atombombentests, die Auswirkungen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki bis heute, die neuen Atomwaffen sowie das große Problem des Atommülls, der Jahrtausende strahlt.

Im Rahmenprogramm spricht der Völkerrechtsexperte Prof. Norman Paech (Hamburg) am Mittwoch, 15. Juli, um 19.30 Uhr über die Möglichkeiten, Atomkrieg und radioaktive Verseuchung durch internationale Verträge zu verhindern. Am Mittwoch, 22. Juli, wird der Dokumentarfilm „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ über die Suche nach einem Endlager gezeigt (20 Uhr). Am Donnerstag, 6. August, erläutert Prof. Götz Neuneck vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg seine Sicht auf eine Welt ohne Atomwaffen oder ihren Weg in den Abgrund (19.30 Uhr). Dazu gibt es am Samstag, 18. Juli, um 19.30 Uhr ein Gedenkkonzert „70 Jahre nach Hiroshima“ in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Eschersheimer Landstr. 29.

In der IPPNW engagieren sich in Deutschland rund 6.500 Ärzte, Psychotherapeuten und Medizinstudenten für eine menschenwürdige Welt frei von atomarer Bedrohung. Weltweit sind es mehrere Tausend Mediziner in über 60 Ländern in allen fünf Kontinenten. Für ihr Engagement erhielten sie 1985 den Friedensnobelpreis. Foto: WiKi

 


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