Gemüse wieder uneingeschränkt im Handel

Riedhof setzt auf treue Kunden
Frische Kräuter und Gemüse wieder uneingeschränkt im Handel
(pia) Wirtschaftsdezernat Markus Frank ist überzeugt von der Qualität der regionalen Produkte und beeindruckt über die Art und Weise, wie der Riedhof, ein großer Gemüseanbaubetrieb in Nieder-Erlenbach, die Initiative ergriffen und in vorbildlicher Weise mit den Behörden kooperiert hat. „Die Ehec-Krise wurde ganz hervorragend gemeistert – Lob und Dank an die Frankfurter Landwirtschaft!“

Am heutigen 6. Juli hat Wirtschaftsdezernent Markus Frank den Nieder-Erlenbacher Riedhof besucht. Der Riedhof war Mitte Juni aufgrund eines positiven EHEC-Befundes auf einem Salatkopf in die Schlagzeilen geraten. Riedhof-Geschäftsführer Steffen Gerlach erläuterte, dass umgehend nach dem EHEC-Befund in Abstimmung mit den zuständigen Behörden die Brunnenanlage sowie weitere Produktionsbereiche desinfiziert wurden. Zudem wurden alle Unterlagen sofort offengelegt und die Kontrollabstände verringert.

Zwischenzeitlich steht fest, dass die hofeigene Brunnenanlage zu keinem Zeitpunkt mit EHEC-Keimen belastet war und keine Verbindung zum Erlenbach besteht, in dem die gefährlichen EHEC-Erreger vom Typ O104 festgestellt wurden. Es kann nur spekuliert werden, wie der EHEC-Erreger auf den Salatkopf im Frischezentrum gelangt ist. Lediglich an einem Wasserhahn auf dem Hof wurde der EHEC-Keim festgestellt, der dort jedoch über eine Vielzahl von Menschen hingelangt sein kann, die den Wasseranschluss zum Reinigen ihrer verschmutzten Hände nutzen.

Der Hof ist seit dem 22. Juni wieder freigegeben. Geschäftsführer Steffen Gerlach sagt, dass er sehr froh über den kooperativen Umgang der Behörden mit seinem Hof war. Er bedankt sich ausdrücklich bei der Stadt Frankfurt am Main und hofft, bis zum Jahresende den wirtschaftlichen Ausfall wieder aufgeholt zu haben. Dabei ist jeder Kunde wichtig, der jetzt wieder die Produkte des Riedhofs einkauft. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf Grüne Soße Kräutern. Daneben werden auf den 60 Hektar, die der Riedhof bewirtschaftet, auch verschiedene Gemüse, Hafer und Hirse angebaut.

Stadtrat Markus Frank betonte bei seinem Besuch die hohe Bedeutung der regionalen Erzeuger für die Stadt Frankfurt am Main. „Es kann immer mal passieren, dass Keime festgestellt werden. Dafür gibt es die Kontrollen. Wichtig ist es, dass dann das Unternehmen, so wie es der Riedhof getan hat, kooperativ mit den Behörden daran arbeitet, die Ursache festzustellen und die Verunreinigung zu beseitigen. Für die Frankfurter Bevölkerung sind die regionalen Erzeuger von hoher Bedeutung.“ Stadtrat Markus Frank dankte dem Unter¬nehmen für die gute Zusammenarbeit im Verlauf der Krise und ist sich sicher, dass die Kunden dem Riedhof treu bleiben.

Der Riedhof, der in 5. Generation wirtschaftet, ist erst im Jahr 2007 von Oberrad nach Nieder-Erlenbach gezogen. Der Familienbetrieb beschäftigt drei Mitarbeiter. Neben der Direkt¬vermarktung im eigenen Hofladen in Nieder-Erlenbach sowie auf dem Wochenmarkt vertreibt der Riedhof seine Produkte im Frankfurter Frischezentrum. Die Produktionsabläufe auf dem Riedhof sind mehrfach zertifiziert, unter anderem mit den „QS“- sowie „Geprüfte Qualität Hessen“-Gütesiegeln. Nach den aktuellen EHEC-Erfahrungen hat der Riedhof sein Eigen¬kontrollsystem weiter verschärft. Der EHEC-Befund war bislang einmalig in der Geschichte des Riedhofs.


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