Barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Höchst

Magistrat stellt Weichen für barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Höchst

(pia) Mit dem Beschluss der Bau- und Finanzierungsvorlage hat der Magistrat die Weichen für die Modernisierung und den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Höchst gestellt. Nach der Verabschiedung der Vorlage durch die parlamentarischen Gremien im September steht dem geplanten Baubeginn im kommenden Jahr nichts mehr im Wege. „Mit rund 22.500 Fahrgästen, die den Bahnhof Höchst täglich nutzen, ist er wichtigste Knotenpunkt für den Öffentlichen Personennahverkehr im Westen unserer Stadt. Durch die Modernisierung wird der Bahnhof Höchst endlich barrierefrei, übersichtlicher, heller und sicherer“, erklärt der Verkehrsdezernent.

Im Zuge des barrierefreien Ausbaus werden fünf Aufzüge und ein taktiles Leitsystem zu den Bahnsteigen 1-3 sowie 5 und 6 hergestellt, damit die Fahrgäste von der vorhandenen Unterführung barrierefrei auf die Bahnsteige gelangen. Die Treppenanlagen neben den Aufzügen werden erneuert und angepasst, an den Handläufen werden Informationen in Braille- und Prismenschrift vorgesehen. Die Treppen führen beidseitig an den Aufzügen entlang und werden auf der Rückseite wieder zusammengeführt. Um die Verkehrsstation übersichtlicher zu gestalten wird außerdem das Wegeleit- und Fahrgastinformationssystem erneuert.

Damit sich die Fahrgäste auf den Bahnsteigen wohler fühlen, werden auch Bahnsteigdächer und die Beleuchtung erneuert. Die Bahnsteige werden mit neuen Sitzgelegenheiten versehen und erhalten rutschhemmende, basaltgraue Betonpflastersteine. Die Bahnsteige zu den Gleisen 5 und 6 (an denen die Stadt-Express-Züge von und nach Wiesbaden/Koblenz/Neuwied verkehren), werden auf eine Höhe von 76 Zentimeter erhöht. Die Bahnsteige zu den Gleisen 1-3, auf denen neben den Regional- und Stadtexpresszügen von Limburg nach Frankfurt auch die S-Bahnlinien S1 und S2 Richtung Hauptbahnhof, beziehungsweise nach Wiesbaden und Niedernhausen verkehren, bleiben in der Höhe von 76 Zentimeter unverändert. „Für den barrierefreien Ein- und Ausstieg in die S-Bahn müsste der Bahnsteig 96 Zentimeter hoch sein. Da ein reiner S-Bahn-Bahnsteig auf Grundlage des Betriebskonzeptes der Deutschen Bahn AG für den Bahnhof Höchst nicht realisiert werden kann, ist die Anhebung des Bahnsteiges nicht möglich“, sagt Stadtrat Majer. „Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass die auf beiden S-Bahnlinien im Regelbetrieb eingesetzten Züge mit einer manuellen Rampe ausgestattet sind.“ Auch die sogenannte Personenunterführung, diese für den Alltag wichtige Stadtteilverbindung, wird runderneuert. Wand-, Decken- und Bodenbeläge werden modernisiert und die Beleuchtung neu gemacht. Hier finden die Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt statt.

Derzeit wird die Ausschreibung der Bauleistung durch die DB Station&Service AG vorbereitet. Die für den Bau im Gleisbereich notwendigen Sperrpausen sind angemeldet. Die Deutsche Bahn AG beabsichtigt, ab Anfang Mai 2014 mit der Realisierung beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2016 vorgesehen. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich inklusive aller Planungskosten auf insgesamt rund 12,4 Millionen Euro, wovon die Stadt Frankfurt einen Anteil in Höhe von etwa 2,605 Millionen Euro trägt.


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