Uniklinik Frankfurt

Familiäres Risiko für Brustkrebs – Muss ich mich genetisch testen lassen?

Am Dienstag, den 10. April 2018, um 17:30 Uhr beantwortet die Leiterin der Senologie und des Brustzentrums am Universitätsklinikum Frankfurt, Prof. Christine Solbach, die Fragen von Patientinnen, Angehörigen und allen Interessierten zum Thema „Familiäres Risiko für Brustkrebs – Muss ich mich genetisch testen lassen?“. Der Vortrag ist Teil der Patienteninformationsreihe „Sie fragen, unsere Experten antworten!“ des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt.

Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung der Frau. Allein für das Jahr 2018 werden 71.900 Neuerkrankungen erwartet. Für Brustkrebs gibt es verschiedene Risikofaktoren, wie zum Beispiel eine frühe erste oder späte letzte Regelblutung, ein höheres Alter bei der ersten Geburt, Übergewicht und Bewegungsmangel nach den Wechseljahren oder Alkoholkonsum.

Daneben stellt auch eine Häufung von Brustkrebserkrankungen in der Familie einen Risikofaktor dar. Bei etwa einem Viertel aller an Brustkrebs erkrankten Frauen treten vermehrt Brustkrebsfälle in der Familie auf. Dies kann eine genetische Ursache haben. Frauen mit Hochrisikogenen für Brustkrebs erkranken etwa 20 Jahre früher als Frauen ohne Risiko und haben ein lebenslanges Risiko von 50 bis 80 Prozent, an Brustkrebs zu erkranken. Aufgrund des deutlich jüngeren Erkrankungsalters von Frauen mit erblich bedingtem Brustkrebs müssen Früherkennungsmaßnahmen früher beginnen als bei der Allgemeinbevölkerung. Auch hier gilt: Je eher das Risiko erkannt wird, desto höher sind später die Heilungschancen. In ihrem Vortrag geht Prof. Solbach auf familiäre Risikokonstellationen und mögliche Früherkennungsmaßnahmen ein und erörtert, wann ein Brustkrebsgentest sinnvoll ist.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sie fragen, unsere Experten antworten!“ erklären Onkologie-Expertinnen und -Experten sowie erfahrene Psychologen des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) Bürgerinnen und Bürgern aus der Rhein-Main-Region laienverständlich die häufigsten Krebserkrankungen. Sie geben Tipps zur Prävention sowie zur Unterstützung des Therapieverlaufs und beantworten individuelle Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Darüber hinaus stellen sich im Rahmen der Informationsabende verschiedene Selbsthilfegruppen vor und es besteht die Möglichkeit zum Austausch.

Die Informationsabende der Reihe „Sie fragen, unsere Experten antworten!“ finden einmal monatlich, jeweils dienstags, von 17:30 bis 18:30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt, Universitätsklinikum Frankfurt, Haus 23B, 1. OG, Konferenzraum 1B328, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt/Main. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Informationen zu Terminen und Themen auf www.uct-frankfurt.de
Text: UCT /UKF

Bild: rupp.de

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