Schoko-3D-Drucker und Bilder aus dem Weltall

Erster Tag der Junior-Ingenieure mit Gymnasiasten im Industriepark Höchst

(pia) Rund 200 Besucher waren beim ersten Frankfurter Tag der Junior-Ingenieure im denkmalgeschützten Peter-Behrens-Bau im Industriepark Höchst am Samstag, 11. Juli, dabei. Egal ob Schoko-3D-Drucker oder Pralinenmaschine, ein Wetterballon, der Bilder aus der Stratosphäre liefert, eine Solartankstelle oder ein Farbsortierroboter – das, was die 70 Acht- bis Zehntklässler, allesamt Teilnehmer der vier Junior-Ingenieur-Akademien in Frankfurt und Offenbach, an eigenen Ideen und selbstkonstruierten Apparaten boten, zeugte sowohl von großen technischen Begabungen als auch von Erfindergeist und dem Spaß, den Naturwissenschaften und Technik bereiten können.

„Ich freue mich sehr, dass es in Frankfurt mit der Junior-Ingenieur-Akademie dieses Leuchtturm-Projekt der Berufsorientierung und der Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses gibt“, sagte Stadtrat und Dezernent für Reformprojekte, Bürgerservice und IT, Jan Schneider. „Der hohe Bedarf an Ingenieuren kann nur gedeckt werden, wenn es uns gelingt, mehr Jugendliche für dieses wichtige und zukunftsträchtige Berufsfeld zu gewinnen. Gerade Frankfurt ist als wirtschaftlich erfolgreiche Stadt auf den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs und den Erfolg der entsprechenden Wirtschaftszweige angewiesen, wenn es seine Position auch in Zukunft behaupten will.“

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Roland Kaehlbrandt, ergänzte die Motivation der Akademie: „Das Ziel der Junior-Ingenieur-Akademie ist es, Mittelstufenschülern eine alltagsnahe naturwissenschaftlich-technische Allgemeinbildung zu ermöglichen – dank eines interdisziplinären Wahlpflichtunterrichts, den die Schulen gemeinsam mit Hochschulen und Unternehmen gestalten. So sollen die Jugendlichen mit den Berufsbildern aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik vertraut gemacht werden“, Diese wurde 2005 von der Deutsche Telekom Stiftung entwickelt und wird seit 2009 von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt durchgeführt. In Kooperation mit dem industrieparkeigenen Bildungsdienstleister provadis hatte letztere auch den Tag der Junior-Ingenieure initiiert.

„Der Industriepark Höchst ist der passende Ort um Ihre Projektarbeiten zu präsentieren“, begrüßte Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, der Betreibergesellschaft des Industrieparks, die Junior Ingenieure. „Hier am Standort wird seit mehr als 150 Jahren Zukunft gemacht. Viele revolutionäre Erfindungen auf dem Gebiet der Farben, Kunststoffe und Arzneimittel stammen aus dem Industriepark, der nach wie vor zu den bedeutendsten Forschungs- und Entwicklungsstandorten der Chemie- und Pharmabranche gehört“, sagte Vormann.

Neben der Elisabethenschule sind in Frankfurt die Wöhler- und die Ziehenschule Teil des Netzwerks von knapp 70 deutschen Schulen, die eine Junior-Ingenieur-Akademie enbieten, hinzu kommt die Alber-Schweitzer-Schule aus Offenbach. Für Schüler der Klassen acht bis zehn bieten sie jeweils zweijährige Module zu schulintern festgelegten Schwerpunktthemen an – aktuell Lebensmitteltechnologie, Solartechnik und Robotik – die pro Woche jeweils drei Stunden lang vertieft werden.


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