Christian Kunz erzählt über den Frankfurter Alltag zwischen 1250 und 1500

Christian Kunz erzählt über den Frankfurter Alltag zwischen 1250 und 1500

Zurück ins Spätmittelalter

(pia) Wer wissen möchte, wie der Alltag zwischen 1250 und 1500 in Frankfurt aussah und wie aus einer kleinen fränkischen Siedlung unter den staufischen Herrschern eine blühende Stadt wurde, der ist beim Stadtgang mit Christian Kunz am Donnerstag, 27. August, 16 Uhr, richtig. Auf den Spuren der Vergangenheit erkundet er mit den Teilnehmern Frankfurts Alltags- und Kulturgeschichte, auch auf Stadtentwicklung und historische Überlagerungen im Stadtbild geht er ein.

Christian Kunz stellt dabei das Zusammenleben von Christen und Juden sowie Bürgern und „Fast-Bürgern“, sogenannten Beisassen, vor. So wurden seit dem 11. Jahrhundert Angehörige der niederen Schicht der Stadtbevölkerung genannt, die nicht das volle Bürgerrecht hatten, rechtlich jedoch über Fremden und Gästen standen. Zu Beisassen zählten Handwerksgesellen, Mägde, Knechte, Taglöhner und andere niedere Dienstleistende.

Vom Historischen Museum geht es über den Domhügel zum Steinernen Haus, einem historischen Gebäude in der Altstadt von Frankfurt, das heute als Gasthaus bekannt ist. Weiter führt der Stadtgang zum Justitiabrunnen auf dem Römerberg, wo alltägliche Dinge wie Essen und Trinken mit Recht und Gesetz vereint sind. Der Brunnen, der in seiner heutigen Form um 1611 entstand, zeigt die römische Göttin Justitia. Das Besondere an der Figur ist, dass sie keine Augenbinde trägt – obwohl dies gemeinhin als Symbol für die Unparteilichkeit der Göttin bekannt war. Ist die Frankfurter Justitia etwa parteiisch? Diese und weitere Fragen wird Christian Kunz auf dem Stadtgang „Stadtluft macht frei – Alltag im Spätmittelalter“ beantworten.


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